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Kulturladen Konstanz: End of Green (29.11.2008)
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Düster sind sie, die fünf Metaller von End Of Green und letzten Samstag zeigten sie es dem Kula. Düster, und melancholisch, aber trotzdem schnell und druckvoll, abwechslungsreich, und zum headbangen mitreissend. Kontrovers, nicht nur musikalisch, auch im Auftreten.
Frontman Michelle Darkness mit langen Haaren, Mütze und übergestülpter Sonnenbrille bewegt sich kaum. Tief liegende Augen, die Haare geben nur einen schmalen Spalt frei als ob er sich verstecken muss. Durch ihn aber findet eine abwechslungsreiche Stimme den Weg in das Mikrophon. Ein starkes Echo unterstützt die Melancholie und vergrößert den Raum, ohne aufdringlich zu sein. Der Gesang ist genau darauf abgestimmt, die nächste Textzeile kommt erst, wenn das Echo verklungen ist.
Kontrovers dazu die Action um den Sänger drumherum. Rainier Sicone di Hampez am Bass unterstützt den treibenden Drummer Lusiffer, selten stillstehend, immer in Bewegung. Links aussen fliegen die wahnsinnslangen Dreadlocks von Sad Sir und rechts die Matte von Kirk Kerner, den beiden anderen Gitarreros.
Eine starke Show hatten die fünft gegeben. Das Publikum war vielleicht etwas steif, so richtig gebangt wurde nur in den ersten Reihen, die den üblichen Sicherheitsabstand (oder eher Angstabstand?) zur Bühne hielten.
Vier Zugaben gabs trotzdem, und nach knapp eineinhalb Stunden war das Konzert schon wieder rum.
Fotografisch war die Beleuchtung wieder eine Herausforderung. Leider liegt immer die linke Seite der Bühne im dunkeln. Das Frontlicht ist einen Tick zu dunkel und der Drummer wird selten in das rechte Licht gerückt. Mit kleinsten Änderungen könnte man noch eine bessere Atmosphäre zaubern. Dass man die Jungs ordentlich sieht, das haben sie nämlich schon verdient.
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